Kategorie: SUSAs katzenkinder

Katergeschichten

 

Am 16. April ist unser toller, so sehr geliebter Kater Paul gestorben. Er war erst viereinhalb Jahre alt. Er hatte einen Darmtumor und hat sich leider von der Operation nicht mehr erholen können. Wir hatten wochenlanges Hoffen und Bangen hinter uns, einige Fahrten nach Gießen in die Tierklinik aber am Ende mussten wir uns doch schweren Herzens verabschieden, um ihm noch weiteres Leiden zu ersparen. Er schläft jetzt bei uns im Garten, unter schönen Blumen, die Filip für ihn gepflanzt hat. Er war so ein wunderbarer, sensibler und lustiger Kerl, dass ich jetzt beim Schreiben schon wieder einen dicken Kloß im Hals habe. Wir haben viele viele Tränen vergossen (und tun es noch) und er fehlt jeden Tag. Wenn wir nach Hause kommen und er uns nicht erwartet. Wenn wir die Kühlschranktür öffnen und er nicht angeflitzt kommt. Wenn wir auf der Couch sitzen und er sich nicht zu uns legt. Wenn es uns nicht gut geht und er nicht zum Trösten kommt oder wenn Filip ins Bett geht und er nicht Gute Nacht sagt. Er war ein ganz besonderer Charakter und Filips bester Freund.

Lilli versucht, ein paar seiner „Aufgaben“ zu übernehmen. Man merkt, dass er ihr auch fehlt. Sie ist viel anhänglicher und schmusiger als sonst, kommt abends sogar manchmal auf die Couch oder in Filips Bett- das hat sie früher fast nie gemacht. Und sie fordert viel mehr Aufmerksamkeit. Wenn Katzen sprechen könnten…

Zuerst sagte Filip noch ganz klar, er will keinen Ersatz für Paul.  Aber manchmal kommt es ja dann doch anders… im Laufe der Tage wurde immer deutlicher, man kann Paul nicht ersetzen, aber man kann einen Nachfolger für ihn finden!

Wir haben eigentlich „nur mal so“ ein bisschen im Internet geschaut, wie wir es Lilli erleichtern können, mit der Situation fertig zu werden und um uns einen Überblick zu verschaffen, wo man denn überhaupt einen „gebrauchten“ BKH Kater bekommen könnte, denn es war schnell klar, dass ein Baby nicht infrage käme und wir lieber einen jungen erwachsenen Kater hätten, bei dem man vielleicht auch schon den Charakter erkennen kann, denn da sind wir durch Paul ja echt verwöhnt. Und lilac sollte er nicht sein, lieber ganz anders als Paul…

Tja, und dann ging alles ganz schnell, als wir auf „Tyson“ stießen, den seine Besitzer sehr schweren Herzens abgeben mussten, weil ihr Sohn in der Pubertät stark allergisch wurde. Wir hatten direkt das Gefühl, das passt- die Anzeige war so ganz anders als die vielen Anzeigen, bei denen man den Eindruck hat, es kommt gar nicht drauf an, ein gutes Zuhause für ein Tier zu finden, sondern noch möglichst viel Geld für ein Tier zu bekommen, das man jahrelang zur Zucht eingesetzt und dann aussortiert hatte. Tyson wurde ganz genau und sehr liebevoll beschrieben und wir waren plötzlich ganz verliebt. Lutz hat den Kater (ja, ihn persönlich) angeschrieben und von uns und unserem Zuhause erzählt und uns vorgestellt. Das hat Tyson anscheinend gut gefallen ? und ganz schnell war klar: ja, er wird unser neuer Mitbewohner! Drei Tage später, am 22.4. haben wir ihn schon in Braunschweig abgeholt und dann saß er zweieinhalb Wochen praktisch nur auf Filips Schrank, auf der Hangelleiter oder auf dem Hochbett. Er kam nur nachts oder wenn keiner im Zimmer war zum Fressen runter.

Katzen wechseln ja nicht gerne ihr Zuhause und ihre gewohnte Umgebung und die ersten Tage hat er wirklich gelitten und man sah ihm die Traurigkeit an. Wir hatten ihn erstmal ohne Kontakt zu Lilli in Filips Zimmer um ihn nicht noch mehr zu stressen. Wenn er es wollte wurde er ausgiebig gekrault und ansonsten in Ruhe gelassen… dafür standen wir entweder auf einem Stuhl vor dem Schrank oder saßen auf dem Hochbett…

Den Versuch, die Zimmertür zu öffnen, haben wir wieder gestoppt, das war vor ein paar Tagen noch zu früh.  Lilli ist zwar neugierig, aber sie faucht ihn an und er verschwindet dann lieber auf dem Schrank…

Deshalb haben wir ihn heute wieder „eingesperrt“ und als er begriffen hatte, dass Lilli nicht reinkommt, konnten wir ihn vom Schrank locken und ich habe ganz lange mit ihm auf dem Fußboden gespielt und gekuschelt. Wir machen Fortschritte! Aber es ist schon witzig, dass so ein riesiger 7,5 kg Kater so ängstlich ist.

Er ist wohl genauso ein Sensibelchen wie Paul es war- aber genau das macht die Britisch Kurzhaar Kater ja so besonders, also haben wir einfach Geduld.

Achja, auf den Fotos sieht man es schon: er ist lilac wie Paul es war und er sieht ihm auch sonst ganz schön ähnlich, das Fell ist etwas buschiger und er ist ein bildhübscher Kerl. Auch wenn uns Pauls Name immer wieder rausrutscht, er wird ihn nicht ersetzen- aber er wird ganz bestimmt ein würdiger Nachfolger! Herzlich willkommen, Tyson!

 

… endlich mal antworten auf eure katzenfragen…

… auch sowas, worüber ich schon lange mal schreiben wollte ;-)

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… unsere beiden miezen… die beiden lösen ja auf instagram jedes mal begeisterungsstürme aus, wenn ich ein foto poste (und ich poste viele katzenfotos, weil sie einfach immer niedlich aussehen)

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… und weil mich auch immer so viele fragen erreichen, will ich jetzt endlich mal was dazu schreiben… die beiden sind im august 2013 geboren und kamen im november, mit 12 wochen, zu uns… sie sind beide vom züchter, allerdings von zwei verschiedenen, weil wir unbedingt zwei unterschiedliche farben und muster haben wollten…

… eine „whiskas“katze war seit jahren mein traum- eigentlich schon seit sie in der werbung das erste mal auftauchte ;-) allerdings dachte ich lange zeit, ich wäre allergisch, bzw. ich BIN allergisch, aber es gibt unterschiede zwischen den einzelnen rassen… filip wünschte sich irgendwann ganz unbedingt eine katze und ich begann im internet nach desensibilisierung zu suchen… und dabei stellte sich dann irgendwann raus, dass z.b. britisch kurzhaar katzen ganz wenig allergen sind, „normale“ hauskatzen dafür umso mehr… mittel- und langhaarige katzen sind sogar oft „harmloser“ als kurzhaarige ich dachte ja eine zeitlang, eine nacktkatze wäre die lösung… und da es nicht die katze selbst ist, auf die man reagiert, sondern der speichel, den sie sich ins fell leckt, kommt es wohl auch noch auf die nahrung an, die sie zu sich nimmt…

… ab da ging es dann ganz schnell: ich bin zu einer züchterin gefahren, die das haus voll mit katzen hatte und ich habe absolut nicht darauf reagiert! und eigentlich war paul in dem moment schon ausgesucht…

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… die wartezeit bis die beiden zu uns kamen war hart, aber es ist wichtig, dass die kleinen mindestens 12 wochen bei der mutter bleiben, weil sie durch abgucken die wichtigsten dinge „fürs leben“ lernen… und so sind sie dann normalerweise auch verlässlich stubenrein und schon ein bisschen erzogen (und seriöse züchter geben sie auch gar nicht vorher ab)…

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… mittlerweile sind sie so sehr gewachsen, paul ist ein richtiger brummer mit über 7 kg, was für die bkh-kater nicht ungewöhnlich ist… er ist ein schmuser und immer bereit, gekrault zu werden, lilli kommt immer nur wenn SIE es will… sie ist ein bisschen wählerisch, frisst z.b. nur noch trockenfutter und ist zwar extrem neugierig aber eher zurückhaltend… mädchen eben und ein bisschen zicke ;-)

… aber sie sind auf jeden fall beide immer gerne in unserer nähe… wenn ich im arbeitszimmer bin, ist lilli dabei, wenn wir abends auf der couch sitzen, liegt paul auch da und wenn filip mittags kommt, warten sie oft schon an der türe auf ihn… das liegt vielleicht auch daran, dass es reine haus-katzen sind und viele charakterzüge sind tatsächlich auch in den unterschiedlichen rassen verankert (ich bin absolut kein fachmann, aber ich habe ein paar bücher gelesen ;-))

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… beide sind britisch kurzhaar katzen, lilli hat die farbe „black silver classic tabby“ und paul ist „lilac“