schon wieder freitag…

… im kindergarten passiert leider nicht viel, was spannend wäre, also darf filip ausschlafen und ich bringe ihn einfach später hin…

… noch 2 wochen, dann hat filip es geschafft. schade, ich hätte ihm gewünscht, dass sein vorschuljahr spannend, interessant und besonders wird… und wenn wir das früher realisiert hätten, hätte er letztes jahr noch mal den kindergarten gewechselt… zum glück geht er immer noch gerne, auch wenn er nur verwahrt wird. die kombination aus einem tollen, jungen, an kindern interessierten und sehr kompetenten erzieher und zwei unflexiblen, auf eigene ruhe und ordnung und „das war hier schon immer so“ bedachte ältere damen funktioniert einfach nicht. wenn dann noch (mindestens) ein extrem verhaltensgestörtes kind in der gruppe ist, bei dem pausenlos drauf geachtet werden muss, dass es nichts schlimmes anrichtet, und die damen sich nicht durchsetzen können/wollen und das den erzieher machen lassen, kann der leider keine seiner ideen verwirklichen…

… ich bin echt frustriert und so traurig, dass filip es nicht schöner hat. kein feuerwehrbesuch, kein krankenwagen, der mal besichtigt wird, kein gemeinsames einkaufen im laden gegenüber, keine besichtigung der pferdeställe des bauern nebenan oder des schrottplatzes in der gleichen straße… die ausflüge fallen fast immer aus, es wurden keine plätzchen gebacken, es gab ein (!) gemeinsames frühstück… von vorschulprogramm ganz zu schweigen… dabei könnte es so einfach sein…

… filip und seine drei lieblingsfreunde sind leider (?) so problemlos dass sie sich einfach vertrösten und „zum spielen“ schicken lassen… anstatt ihnen z.b. auch nur mal becherlupen zu geben und den auftrag ein paar feuerwanzen draußen im hof zu holen, zu beobachten und abzumalen, das würden die vier sicher ganz alleine schaffen und viel spaß damit haben… oder, oder, oder…

… wie sieht das bei euch aus? habe ich zu blumige vorstellungen oder „kann man das von einem kindergarten erwarten“?

… unser schiedsrichterfreund ist heute engagiert um beim kindergartenturnier zu pfeifen. andere kindergärten- nicht filips… (der hatte aber tränen in den augen als ich ihm davon erzählt habe…)

… übers wetter schreibe ich jetzt nichts. nützt ja auch nichts… ich mache jetzt das licht an und trinke einen heißen tee. und gucke nicht nach draußen. tststs…

16 Kommentare zu “schon wieder freitag…

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  2. @simone: krass, was du da schreibst. ich verstehe auch nicht, warum manche eltern es zulassen, dass man das mit ihren kindern macht. einfach nur krass.

  3. simone schmid

    hallo susa! ich habe dir gestern schon geschrieben und heute ist mir noch ein „tolles“ beispiel zum thema eingefallen welches ich einfach mal „öffentlich“ machen möchte: eine bekannte von mir hat einige monate als aushilskraft in einer kinderkrippe mitgearbeitet. sie ist krankenschwester u mutter von 3 kindern. es betrifft hier zwar keine vorschulkinder, trotzdem ein beispiel aus der welt der kindertagesstätten !
    es geht um kinder im alter von wenigen monaten (z.b. 3 oder 4 monate alt) bis zum 3 lebensjahr. als mutter gehe ich zudem davon aus, dass ein kind in diesem alter besonders liebevoll umsorgt wird ( insofern es die anzahl des personals zulässt). da ein ganz kleines kind von z.b. 4 monaten nicht den gleichen rhythmus in punkto schlaf hat wie ein anderes gleichaltriges kind, ist der tagesablauf schwerer zu gestalten. doch jeder weiß, die menge an schlaf die ein kleiner mensch braucht ist von kind zu kind unterschiedlich, jedoch schläft ein 4 monatiges kind in der regel mehr als nur einmal am tag.
    da die einrichtungsleitung um die es sich hier handelt aber eine straffe struktur will, ist jedes noch so kleine kind dazu gezwungen sich anzupassen u dem nach zu geben ! was so viel heist: es interessiert diese erzieherin einen dreck wann der kleine mensch essen und schlafen möchte, hier hat jeder nur einmal am tag zu schlafen und zwar von halb 2 bis 3 oder halb 4. es kommt noch besser: da alle kinder zur selben zeit schlafen, haben alle erzieher u betreuer zur selben zeit frei- was bedeutet spülmaschine ausräumen, kaffee kochen u gemeinsames dumm rumsitzen !!! statt die schlafenszeiten etwas den bedürfnissen der kinder anzupassen u wenigstens 3 zeiten anzubieten u die erzieher passend dazu einzuteilen. und es kommt noch besser: es gibt eltern die knallhart früh um 7 uhr ihr 3 oder 4 monate altes kind in der krippe abgeben u abends um 5 wieder abholen ( was ich voll unverantwortlich finde, ausgenommen alleinerziehende). dieses kind darf in der betreffenden einrichtung so früh vielleicht noch im kindersitz (maxi cosi…) schlafen so lange bis die morgenrunde beginnt, aber richtig in einem bett schlafen kann es erst stunden später, wie oben beschrieben. wenn dann die gruppe um 11 uhr vor dem mittagessen nach draußen auf den spieli geht, wird normalerweise jedes 4 monate alte kind im kinderwagen einschlafen. was tun genannte erzieher auf befehl der leitung darauf hin ? schroff den kinderwagen rütteln, sehr laut singen u falls das nicht hilt aus dem kinderwagen reißen u den kleinen wurm wild durch die luft schwenken, eventuell etwas schütteln !!! so, ich denke jetzt ist jedem schlecht der sich das vorstellt. mir persönlich sind die tränen übers gesicht gelaufen als ich das berichtet bekam. obendrein ist diese einrichtung für ihren stil bekannt in der kleinstadt u trotzdem geben eltern freiwillig ihre kleinen dort hin u bezahlen auch noch ein schweine geld. fragt sich nur warum sollche eltern (ausgenommen alleinerziehende) überhaupt kinder haben !!??
    ach, und wie war das neulich im radio: frau von der layen hat mal wieder eine spitzen idee- den mangel an erzieher könne man beheben indem man sämtliche arbeitslose zum erzieher umschult.
    super idee ! und in kürze bekommen unsere kinder elektrische fußfesseln damit man immer weiß wo sein kind ist, natürlich zusätzlich mit der möglichkeit stromstöße zu verteilen, damit mami von zuhause aus ihr kind pünktlich per stromstoß zum mittagessen zuhause am tisch sitzen hat… liebe grüße, simone

  4. @simone: dem, was du schreibst ist nichts mehr hinzuzufügen! danke, dass du, als fachfrau, das schreibst!!!
    liebe grüße, susa

  5. oh, da habe ich ja ein heißes thema angesprochen. wie schlimm, dass es doch so viele gibt, die sagen müssen „kenne ich, ist bei uns auch so“… und dann das ewige politische palawer, dass mehr für die bildung unserer kinder getan werden muss. ja, das muss es- aber es muss viel mehr für die ausbildung der erzieherinnen und lehrer getan werden (denn da geht es ja weiter und da kann man genauso glück oder pech haben…) . und irgendein weg müsste gefunden werden, die eignung und das engagement zwischendurch mal „abzufragen“ und entsprechend zu handeln.
    klar, unmotivierte (ich will nicht mal sagen unfähige…) leute gibt es überall- aber auch das fällt mir schwer, nachzuvollziehen. wenn ich mir einen beruf ausgesucht habe, versuche ich doch, es mir in diesem beruf so schön, wie möglich zu machen. ja, ich kann meine stunden runterreissen und stunde um stunde hoffen, dass endlich feierabend ist… aber die zeit wird sich unendlich ziehen. ich kann das ganze aber auch mit möglichst viel freude und spaß an der sache machen und dann fliegt die zeit. und jetzt wieder zurück zu den kindern: ich kann ihnen unsinnige verbote erteilen und mich aufregen, wenn sie diese verbote nicht einhalten. ich kann sie spielen schicken (nichts gegen spielen im allgemeinen! ich meine hier „geh spielen und lass mich in ruhe“) und mich wundern, dass sie sich langweilen und unausgeglichen und unzufrieden sind, sich streiten und über tische und bänke gehen. ich kann ihnen aber auch zuhören und ihnen ideen zur beschäftigung anbieten und staunen, wie dankbar sie diese anregungen annehmen. und ich kann mich freuen, weil es für mich eigentlich viel angenehmer und befriedigender wird. ganz so einfach ist es im „täglichen geschäft“ wahrscheinlich nicht- aber wenn schon so eine grundhaltung fehlt, sind wir genau da, wo wir sind… traurig…

  6. simone schmid

    hallo susa ! keineswegs erwartest du zuviel. ich bin selbst erzieherin u mutter von 2 kindern. die zwei kindergärten in unserer nähe kamen für mich nicht in frage, weil ich es als selbstverständlich ansehe das der kindergarten eine schöne ergänzung zur familie bietet u nicht als aufbewahrungsanstalt oder ein ort an dem erzieher mürrisch, genervt u ständig vollkommen unangemessen kinder anschreien ist(unangemessen z.b. weil ein kind im februar zu seinem vesper noch erdnüsse mitbringt u das laut erzieher reicht wenn man die sauerei immer um weihnachten hat. auf grund dessen das nicht normal mitteilen kann sondern voll überzogen schreit !!! ). meine tochter ist in einer kita in der die erzieher wirkliche bezugspersonen sind, liebevoll, mit respekt u interessiert am kind. sie fördern kinder ganzheitlich u nach möglichkeit individuell. naturtage finden z.b. auch statt wenn das wetter nicht so kuschelig angenehm ist, da versucht wird sich den gegebenheiten anzupassen u immer eine lernmöglichkeit darin zu sehen… doch ich kenne leider sehr viele einrichtungen die nach dem standpunkt „das war schon immer so“ arbeiten u die nicht wirklich lust oder interesse an etwas zeigen. besonders traurig in heutigen zeiten da alles „reformiert“ wurde u eigentlich nach bildungsplan gearbeitet werden soll. besonders die jüngeren erzieher die voller motivation u ideenreichtum sind, die die fähigkeit besitzen impulse der kinder zu erfassen u wiederum impulse setzen können, die entwicklungen mit kindern gemeinsan in gang setzen, das etwas entstehen kann- lernmöglichkeiten mit kindern zusammen ohne einseitige engstirnige vorgabe. aber das traurigste sind eltern denen es vollkommen wurst ist wie der kindergarten ihres kindes ist oder die eltern die es besonders wichtig haben, aber überhaupt keine ahnung davon haben was prioritäten in bezug auf eine kita angehen- denen es nämlich wichtig ist wie die räumlichkeiten oder die gartenanlage der einrichtung ist u das regelmäßig basteleien brav vorgezeigt werden.
    alles ist unwichtig u vollkommen egal, nur die erzieher sind wichtig. Leute, ein spitzen erzieher kann aus einem container eine villa kinder-kunterbunt zaubern, während in der tollsten bude das grauen in form eines erzieher hausen kann !
    von daher liebe susa, sei gewiss deine enttäuschung ist vollkommen angebracht u ich wünsche deinem kleinen prinzen das selbe wie meinen kindern: einen guten grundschullehrer(in) der stärken u schwächen erfassen kann u versucht positiv darauf einzugehen u vermitteln kann das lernen an sich ein schöner prozess ist, welcher nicht mit druck u angst gekoppelt sein muss…
    in diesem sinne, alles liebe u sei stolz auf dich selbst da du wohl eine angaschierte mama bist die versucht viel mit ihrem kind gemeinsam zu erleben… :-) lg, simone

  7. hallo susa, dazu kann ich dir nur sagen auch ich musste lernen NICHTS von den erziehern zu erwarten. auch bei uns werden 2 engagierte erzieher plus fsj mit wirklich super tollen ideen immer ausgebremst weil unsere leitung ( täglich 3 stunden anwesend, bei keinem fest dabei! und ihre freundin jegliche mühe abwehren und scheuen. die vorschulgruppe in der mein sohn ist wird leider von den zweien betreut, es passiert nichts, kein ausflug,weder polizei ,feuerwehr, bäckerei etc. aber sie sind beide immer überarbeitet….ich kann es schon nicht mehr hören und bin richtig wütend. anscheinend hat sie den vorschulkindern nun einen ausflug in den zoo versprochen…da bin ich mal gespannt..viel zeit bleibt nicht mehr bis zu den ferien….das einzige was mich versöhnt ist,dass es ein waldkindergarten ist… und mein sohn drei jahre lang die natur jeden tag genießen konnte….aber sonst bin ich von dem kindergarten sehr enttäuscht…

  8. Hi Susa!
    Ne das ist nicht zu viel, was du erwartest. Unser Kiga macht so was! Da haben die im ersten Jahr schon eine ganze Woche leben im Wald mit allem was dazu gehört und bei jedem wetter, sie besuchen Bauern, gehen auf den Wochenmarkt zum Einkäufen um anschließend Suppe zu kochen usw.
    Ich finde es total zum Ko… Wenn sich die Erzoeherinnen so gar keine Arbeit machen. Armer Philipp. Gott sei Dank hat er so eine Kreative Mama:-)) die ihm viel zeigt
    Lg

  9. aergertherapeut

    liebe susa,
    das mit dem schlechten vorschuljahr tut mir wirklich leid für deinen kleinen….. aber auch die anspruchshaltung der eltern ist ganz unterschiedlich.
    bei uns im kiga fand ich das jahr wirklich gut! es gab ein vorschulprgramm mit stunden zum zuhören/konzentrieren/stillsitzen üben, für feinmotorik/malen/schreiben/rechnen üben. es wurden viele ausflüge gemacht nur für die „großen“ aber auch welche für die „kleinen“ wo die schulis es dann aushalten mußten, daß sie nicht mit durften (was einigen eltern gar nicht recht war). es gab ein schlaffest, nur für die großen…. sie durften alleine im außengelände spielen (mit 3 kindern) etc.pp….
    sie mußten lernen, verantwortung zu übernehmen- und ihnen wurde auch verantwortung übertragen (z.b. an ihre sachen zu denken) auch das war vielen eltern nicht recht(….“sie sind doch noch soooooooooo klein“….)
    ich fand es gut, daß lennis erzieherinnen schon etwas älter waren. zwar konnten sie nicht mehr so viel „toben“ aber sie aren ruhig, gelassen und verfügte über eine menge erfahrung, gerade auch bei kindern mit den „modekrankheiten“ ads, adhs, hochbegabung und entwicklungsverzögerung….. (wenn man den praktikanten der letzten 3 kigajahre glaubt, hat heutzutage jedes kind( insbesondere die jungs….!!!) mindestens eins der negativen davon.
    aber glaub mir, auch mit der schule wird das nicht alles besser…… wenn du ein interessiertes, engagiertes, neugieriges kind hast, paß auf, daß es nicht an die falschen lehrer gerät…die können da unheimlich viel kaputt machen. auch hier wirst du weiterhin als engagierte und ideenreiche mutter gefragt sein, um den wissensdurst und den lernwillen deines kindes zu befriedigen, zu fördern und zu forden.
    aber kopf hoch, ihr werdet das meistern!!!
    liebe grüße, diana
    p.s.: ich wünschte mir nur ein quentchen deiner kreativität……und mehr zeit/raum und möglichkeiten deine tollen ideen nachzumachen!! :-)

  10. Ja, dieses leidige Thema beschäftigt mich auch. Beide Jungs (5 und 4 Jahre) gehen in die gleiche Gruppe des wirklich übersichtlichen (25 Kinder) Kindergartens. Bei beiden merke ich nun schon, daß sie sich langweilen. Im Elterngespräch hat die Erzieherin angesprochen, daß der Kleine kaum zu motivieren ist, bei Spaziergängen immer hinterher trabt und das Schlußlicht bildet. Sie möchte evt. eine Ergotherapeutin hinzuziehen. Wir haben lange überlegt und sind zu dem Punkt gekommen: Grund ist die Langweile. Den Kinder wird kaum etwas geboten, was sie fordert und fördert. Klar, manchmal gibt es kleine Highlights. Dann wird z.B. Marmelade gekocht. Aber das fordert die Phantasie der Jungs nicht wirklich heraus. Diese fehlende Motivation kenne ich zu Hause bei beiden nicht. Wenn es ums Basteln geht, sind beide zu Hause Feuer und Flamme. Mich macht das traurig. Wirklich. Diese Modeerscheinungen alles auf ADHS und eine Verhaltensstörung zu schieben, alles mit Ergotherapie oder Logopäden lösen zu wollen geht mir ziemlich gegen die Hutschnur! Ich erinnere mich so gerne an die Zeit in der Kinderkrippe. Da hatte ich das Gefühl, daß die Kinder wirklich gut aufgehoben sind. Das ist jetzt nicht mehr so. Schade! Und dafür werden wir richtig zur Kasse gebeten. Für beide bezahlen wir fast 400 € monatlich plus Spielgeld und Mittagessen. Dabei handelt es sich nicht etwa um einen privaten Kindergarten. Nee, der ist staatlich. Und es sind pro Tag auch nur 6 Stunden.

  11. Nein, das ist kein überhöhter Wunsch! *find*
    Meine Große hatte ein tolles Vorschuljahr, in dieser Zeit gibt es immer spezielle Programme. Ein bißchen Schulvorbereitung – „Hören, Lauschen, Lernen“ für das Sprach- und Hörverständnis, das „Zahlenland“; ein bißchen intensiveres Französisch als in den Jahren davor, ein Ausflug in die neue Schule, das Basteln der Schultüte (das machen die Kinder alleine). Dazu kommt immer ein großes Projekt, das sich die Kinder selbst aussuchen und das in der Regel auch mit themenbezogenen Ausflügen verbunden ist. Meine Große hatte „Feen, Elfe und Trolle“, da ging es halt viel in den Wald. Dieses Jahr ging es um Naturkatastrophen, da gab es sogar einen Ausflug ins Vulkanmuseum irgendwo in der Eifel…
    Meine Große hatte soviel zu tun, dass sie irgendwann mal sagte „Mami, ich muss auch dringend mal nachmittags in den Kindergarten, ich habe gar keine Zeit mehr zu spielen!“ *g*
    Sie hat es aber genossen und ich habe den Eindruck, die Erzieherinnen tun das auch – mit den Großen kann man doch schon so viel Tolles machen – und erfahrungsgemäß sind sie doch auch viel leichter zu halten, wenn sie Aufgaben haben ;-)

    Tatsächlich war mir bewusst, dass die Qualität der Kindergärten schwankt und auch immer der Meinung, einen guten erwischt zu haben (es ist halt einfach der Dorfkindergarten gleich nebenan), aber so!? Das ist echt krass – wir leben doch sogar im selben Bundesland. Und zwar in dem, das sich die spezielle Förderung im letzten Kindergartenjahr auf die Fahnen geschrieben hat!

    LG Tina

  12. Susaaaa… Du rennst bei mir offene Türen ein…
    Ich musste auch lernen, daß man von Kigas und Erzieherinnen NICHTS erwarten darf. Stellte schon vor über einem Jahr die Kompetenz unserer Leiterin im Kath. Kiga in Frage. Doch bedachte diese nicht, das ich zufälliger Weise vom Fach bin (hab mal sowas studiert… mit Abschluß!). Ging bis zum Vorgesetzten etc.pp.
    Ende vom Lied… habe Jule im letzten Kigajahr ‚gebremst‘ (sie ist halt fixe ;o)), verzweifelt einen neuen Kigaplatz gesucht – dann aber aufgeben müssen, habe sie letztlich doch bei Ihren Freundinnen im gleichen Kiga gelassen, Julchen wurde da wie ein rohes Ei behandelt und dann wurde sie früher eingeschult. In der Klasse ist sie die Jünste und gehört zu den ‚Fitten‘. Habe diese Schritte nicht bereut und werde jetzt mit Adleraugen auf diese Erzieherfingerchen im nächsten Kiga achten, denn im Nov. ist Merle dran.

    Deine Krabbeltierchen sind mal wieder klasse, würden sich supi als Fingerpuppen eignen…
    Grüße
    Mamchen

  13. @stephka @kerstin @pitti:
    ich danke euch für eure ausführlichen antworten!!! das gute ist ja, dass filip eigentlich immer noch gerne geht- schließlich trifft er dort seine freunde und das ist für ihn sehr wichtig… wir finden es als eltern nur so furchtbar schade, weil man ja z.b. bei den freunden mitbekommt, wie es in anderen (z.t. auch mainzer stadt-) kindergärten aussieht. und ich bin einfach so wütend auf die erzieherinnen, die null einsatz bringen- und auf eine (halbtags)kindergartenleitung, die auch immer nur lächelt aber nicht durchgreift und ihre leute antreibt…
    … dafür wird filips schulzeit ziemlich sicher gut werden- er geht ja auf eine montessorischule und er bekommt auch eine ganz tolle lehrerin, die durfte er (und wir) schon beim probetag und am tag der offenen tür kennenlernen. es ist natürlich eine privatschule (in rheinland-pfalz gibt es leider keine staatlichen oder städtischen montessorischulen) und hat ihren preis aber wir denken, es ist genau das richtige für filip…

  14. Liebe Susanne,
    das ist wirklich traurig, was du berichtest. nicht nur, dass dein Sohn keine schönen Erlebnisse hat, ich hätte auch die Sorge, dass er die Lust und Motivation verliert – und das kann sich schnell vom Kindergarten auf andere Berieche des Lebens ausbreiten.
    Ich muss sagen, dass wir es gegenteilig angetroffen haben. Meine Große wird jetzt 5 und ist dort seit sie 2 ist, die kleine ist jetzt 1,5 und ist seit dem Sommer da. zusätzlich bin ich noch im Vorstand tätig und kann so auch mit hinter die Kulissen schauen. Und ehrlich: ich höre häufig von „Kinderverwahrstellen“, wie du berichtest. Auch bei uns gibt es Problemkinder, kranke Erzieherinnen, undichte Dächer etc… aber die Kinder werden ganz individuell gefördert. So konnten wir uns auch guten Gewissens entscheiden, die Große erst nächstes Jahr mit 6 in die Schule zu geben, obwohl wir von Ärzten und co. drauf gedrängt wurden, sie jetzt schon zu schicken, weil sie sehr weit entwickelt wäre. unsere Kita fördert sie so, dass ihr trotzdem nicht langweilig wird und sie immer noch Kind sein kann… Ich wünsche dir sehr, dass dein Sohn in der Grundschule an eine motivierte Lehrkraft gerät, die ihn kitzelt und ihn aufwecken kann, dass er wieder Spaß hat am Entdecken .

    Alles Liebe
    Die Pitti

  15. Liebe Susa,
    ich berichte dir lieber nicht wie es im Kindergarten meiner Töchter war, dann bekommst du erst recht die Kriese. Das Programm in Filips Kindergarten ist hoffentlich nicht die Norm. Für euch tut es mir wirklich leid. Glücklicher Weise hat er eine tolle Mutter, die vor Ideen nur so sprüht ;o)
    Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Kerstin

  16. liebe susanne,
    ja, solche kindergärten gibt es und das ist bitter. bei uns sieht es so aus dass wir drei kinder haben, henriette ist noch zu hause (acht monate alt), josephine (2,5 jahre) und alexander (4,5) gehen in den gleichen kindergarten. hier in dresden ist die kindergartensituation vergleichsweise (also zu den alten ländern) entspannt. das betrifft aber nur die ANZAHL der plätze, nicht die qualität. die ist nämlich unterirdisch. also bleibt einem nur, die kinder in einen privatkindergarten zu geben. dort passt die kinderzahl pro erzieher (kleine 6 kinder in der gruppe und die großen sind zu zwölft) und die liebe, die die erzieher den kindern geben. und dort passt die erzieherische qualität. aber, aber, der kindergarten ist teuer. wir bezahlen momenten 700 euro im monat für beide und mein mann ist jetzt arbeitslos und ich bin mit der kleinen zu hause. will sagen, ich habe keine ahnung, wie ich jemals die ganz kleine abgeben kann ohne unter die armutsgrenze zu rutschen ;-(. aber die anderen „betreuungsmöglichkeiten“ hier entsprechen exakt dem, was du beschreibst. und viele eltern beschweren sich nicht einmal, die meisten nehmen das so hin. kindergruppen die niemals rausgehen, gruppen von halbjährigen bis siebenjährigen in einer gruppe mit einer gruppenstärke von über 20 kindern pro erzieher, kein aussengelände… gibt es alles.
    es tut mir sehr leid für filip, dass ihr so pech habt mit einer kita. wenn man so zentral wohnt wie wir und noch dazu hier hat man halbwegs die auswahl, aber woanders muss man ja froh sein wenn man überhaupt irgendeinen platz bekommt… ach, das ist ist so schwer, denn wir wollen ja doch unsere kinder nicht irgendwo „abstellen“ oder „verwahren“ sondern in einer liebevollen anregenden umgebung wissen.
    menno, ich drücke dir ganz doll die daumen, daß filip eine gute grundschullehrerin erwischt!

    noch was off-topic: ich liebe deine art, die du zeichnest, ich bin restlos begeistert. deine zeichnungen sind so ein schöner kontrast zu den flächigen computerfiguren die sonst alle machen, das freut meine augen stets sehr. danke, dass du soviel zeit in deine arbeit steckst!

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